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Erläuterungsbericht
      

Die Gemeinde Werlaburgdorf ist mit 867 Einwohnern seit der Verwaltungsgebietsreform 1974
eine der vier Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Schladen.
Die Samtgemeinde Schladen ist die südlichste Gemeinde des Landkreises Wolfenbüttel.
Werlaburgdorf liegt am Nordhang der Wedde - Warne - Mulde, unterhalb der Waldflächen des Oderwaldes.
Die Wedde-Warne-Mulde ist ein breitkuppiges Hügelland, in das die Warneniederung deutlich eingeschnitten ist.

Der Ort Werlaburgdorf verdankt seine Entstehung der alten Kaiserpfalz Werla,
die südöstlich von Burgdorf (ursp. Ortsname) auf der Westseite der Oker lag.
Das Gebiet der ehemaligen Kaiserpfalz Werla ist seit 1958 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Es ist anzunehmen, dass die Siedlung "Burgdorf" fast ebenso alt ist wie die Kaiserpfalz Werla,
welche im Jahr 1017 nach Goslar umgezogen ist. Zum ersten Mal findet sich der Name "Burchdorp"
jedoch erst in einer Urkunde aus dem Jahre 1142 und zwar wird in ihr ein Ritter Arnold
aus dem Rittergeschlecht von Burgdorf genannt.
Durch das Rittergeschlecht von Burgdorf erhielt Burgdorf einen gewaltigen Aufschwung.
Dem Ort wurde das Marktrecht verliehen und bildete einen besonderen Gerichtsbarkeitsbezirk.
Ebenso war er eine wichtige Zollstätte des Bischofs von Hildesheim.

Im 15. Jahrhundert trat mit dem Niedergang des Rittergeschlechtes von Burgdorf auch ein Niedergang des Dorfes ein.
Als Grundeigentümer traten die benachbarten Klöster Heiningen, Dorstadt, Wöltingerode
und das Stift St. Georgenberg auf. 1523 - 1643 gehörte Burgdorf zum Herzogtum Braunschweig.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Burgdorf 1626 geplündert und 1686 zerstörte ein großer Brand große Teile des Dorfes.
In den folgenden Jahren verläuft die Entwicklung Burgdorfs ohne große Ereignisse.
In den Jahren 1807 - 1813 gehörte Burgdorf zum Königreich Westfalen,
von 1813 - 1866 ist Burgdorf unter hannoverscher, danach bis 1941 unter preußischer Herrschaft.
Steinpfeiler sind aus dieser Zeit heute noch teilweise vorhanden. (Anlage 1).
In der Nachkriegszeit ist Werlaburgdorf bis zur Gebietsreform 1974 selbstständige Gemeinde.

Gelegen am Südhang des Oderwaldes, in seinen südlichen Teilen umschlossen
von den früheren Sumpf- und Überschwemmungsgebieten der Warne,
hat Werlaburgdorf bis heute seine von natürlichen Gegebenheiten gesetzten Grenzen nur unwesentlich überschritten.
Der Ort wurde in seiner Entwicklung eindeutig durch die Landwirtschaft geprägt
und hat diesen Charakter bis heute wahren können.
Die landschaftlich reizvolle Umgebung lädt zu Spaziergängen und Fahrradtouren ein.

Werlaburgdorf wurde Ende des Jahres 1987 in das inzwischen abgeschlossene Dorferneuerungsprogramm
des Landes Niedersachsen aufgenommen. Im Rahmen der Dorferneuerung erfolgte u. a.
der verkehrsberuhigte Ausbau der Straße Mühlenwiese, die Umgestaltung des Kirchplatzes
und der Ausbau der Krummen Straße.

Für das geplante Baugebiet "An der Landwehr" am nordöstlichen Ortsrand von Werlaburgdorf
wird zurzeit ein Erschließungsträger gesucht. Hier sollen ca. 30 Grundstücke á 800 m² entstehen.
Das Baugebiet "Hinter der Schmiede" wurde 1996 erschlossen, 1998 waren bereits alle 17 Grundstücke veräußert.
Das geplante Baugebiet "An der Landwehr" bildet den Lückenschluss zwischen dem Ortskern
und dem Gebiet "Hinter der Schmiede".

Wie unter Punkt 8 näher beschrieben findet in der Gemeinde Werlaburgdorf ein aktives Vereinsleben statt.
Unter der Leitung von Herrn Bürgermeister Oesterhelweg wurden allein auf den Flächen
der Warnerenaturierung über 10.000 Bäume und Sträucher gepflanzt.

Erfreulich ist, dass Werlaburgdorf über einen Lebensmittelladen (Landwehr's Laden) verfügt,
so dass Einkäufe des täglichen Bedarfs getätigt werden können.

Das Werlaburgdorfer Kaffeemaschinenmuseum mit 246 gesammelten Kaffeemaschinen
kann samstags besichtigt werden und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.



 
Werlaburgdorf, 23.04.2002



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