Hornburg - Ein Garten für die Sinne

Spielend zu erfahren, wie das Auge sieht, das Ohr hört, die Nase riecht, die Finger tasten, der Fuß (ver-) steht, die Hand (be-) greift und der Körper schwingt, dazu ist Gelegenheit in dem Garten für die Sinne in der 1000-jährigen Stadt Hornburg.
Mehr als 30 Objekte sind im und am Rande der Altstadt aufgestellt und machen so einen Rundgang durch die Stadt zu einem besonderen Erlebnis. Dieses Erfahrungsfeld für die Sinne, wurde nach den Ideen von Hugo Kükelhaus von der Freien Schule für Musik und Instrumentenbau e.V. in Kooperation mit der Stadt Hornburg entwickelt.
"Öffentlich benötigt werden Stationen, in denen der Mensch dadurch zur Wahrnehmung der universalen Gesetzlichkeit seines leiblichen Seins, seiner "inneren Natur" gelangt, daß er alle Gelegenheit wahrnimmt, sie wiederzuerkennen in der Gesetzlichkeit der "äußeren Natur" von Physik, Mechanik, Erd- und Wettergeschehen und dem Bios."
(Hugo Kükelhaus)
Ein Erfahrungsfeld für die Sinne
Nach der Grundidee von Hugo Kükelhaus werden in Hornburg fünf Stationen mit einer Vielzahl von Elementen eingerichtet, die die Sinne des Besuchers ansprechen und seine Wahrnehmung fördern können.
Es sind entstanden:
Station mit Klängen,
Station mit Licht und Farben,
Station zur Bewegung,
Station zum Tasten und Fühlen,
Station mit Gerüchen,
Niedersächsischer Bauernrosengarten
Die Einbettung der Elemente dieser Stationen in das historische mittelalterliche Stadtbild Hornburgs macht den Reiz dieses "Gartens für die Sinne" aus.
Die Elemente sind frei zugänglich. Ein geführter Rundgang wird aber empfohlen.
Neben den Führungen werden
Seminare und
Workshops
im "Garten für die Sinne" angeboten.
Der "Garten für die Sinne" ist ein Projekt
der Freien Schule Hornburg e.V. und der Stadt Hornburg
Auskünfte, Anmeldungen unter der Adresse:
Freie Schule Hornburg für Musik und Instrumentenbau e.V.
Vorwerkswinkel
38315 Hornburg
Tel. + Fax 0 53 34 / 20 26
Gefördert wird das Projekt durch:
die Stiftung NORD/LB • Öffentliche,
die Niedersächsische Sparkassenstiftung,
die VR-Stiftung, Volksbanken, Raiffeisenbanken,
sowie Bürgern und Firmen der Samtgemeinde Schladen.
Vom Sinn der Sinne
Die Welt um uns herum können wir nur durch die Sinne erfassen:
Hören, Riechen, Sehen, Schmecken und Fühlen.
Über sie verbinden wir Innen und Außen. Ohne sie könnten wir uns nicht orientieren, nicht kommunizieren, wir wären uns nicht einmal unserer Selbst bewußt.
Die Eindrücke, die die Sinne uns vermitteln, die Beobachtungen, Erfahrungen und Erlebnisse, die wir machen, konstruieren überhaupt erst unser Gehirn. Seine neuronalen Strukturen werden erst durch die sinnlichen Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen und der Umgebung "verschaltet". Dieser Prozeß hält das ganze Leben über an, aber prägend sind vor allem die ersten Lebensjahre.
Unser Gehirn besitzt die Fähigkeit zur Abstraktion. Beobachtungen und Erfahrungen werden verknüpft und führen zu Erkenntnissen, die durch neue Beobachtungen verstärkt oder korrigiert werden. Sie können überdacht und weitergegeben werden. Das Abstraktionsvermögen bedarf der sinnlich anschaulichen Empfindung und kann ohne sie nicht wirksam werden.
Die Sinne haben sich im Laufe der Evolution entwickelt und sind ausgerichtet auf das Überleben in der Natur, die uns umgibt und deren Teil wir sind. Durch unsere Kenntnisse und Fähigkeiten verändern wir unsere Umgebung und ändern damit auch die Möglichkeiten, sinnliche Erfahrungen zu sammeln. Fernsehbilder, mechanisch erzeugte Klänge, vollklimatisierte Räume, künstliche Düfte, asphaltierte Wege oder fertig gewürzte Fast-Food-Gerichte schränken Erfahrungsmöglichkeiten ein und lassen die Sinne abstumpfen, mit all den Folgen für unser Wohlbefinden und unsere geistige Lebendigkeit. Streß, Konzentrationsschwäche und Lernschwierigkeiten nehmen zu.
Es wird daher notwendig, besonders im Interesse der Entwicklung unserer Kinder, Lebensräume und -situationen zu überdenken und zu verändern, um eine Umgebung zu schaffen, in der sinnliche Erfahrungen einen größeren Spielraum haben.
Die Freie Schule Hornburg möchte mit dem Projekt "Garten für die Sinne":
* den Führungen im Erfahrungsfeld,
* den Workshops
* und den Seminaren
Beispiele und Anregungen für ein sinnhaftes Erleben und Lernen geben.
© Samtgemeinde Schladen ♦ Am Weinberg 9 ♦ 38315 Schladen ♦ www.samtgemeinde-schladen.de