1986 gründete der Hornburger Rektor und Initiator des Heimatmuseums, Fritz Sengpiel, gemeinsam mit Gleichgesinnten die "Aktionsgemeinschaft für den Wiederaufbau des Neidhammelhauses". Die lang-jährigen Bemühungen waren schließlich von Erfolg gekrönt. 1994 wurde unter strengsten denkmal-pflegerischen Auflagen die Baugenehmigung erteilt. Der Rohbau war schnell errichtet, und so konnte bereits im November 1995 das Richtfest gefeiert werden. Mit dem Wiederaufbau der historischen Fassade wurden die Werkstätten für Denkmalpflege in Quedlinburg beauftragt. Die Arbeiten der Restaurierung wurden ausschließlich mit artgleichen Materialien ausgeführt, der Einbau von Stahlteilen wurde ausgeschlossen. Besondere Anstrengung verlangte der Aufbau der Fassade in seiner original horizontalen Verformung, eine Meisterleistung der Quedlinburger Zimmerleute. Der Wiederaufbau der Fassade nahm allein zehn Monate in Anspruch. Im September 1996 konnte dann endlich, zehn Jahre nach Gründung der Aktionsgemeinschaft, mit vielen Gästen aus Politik, der Denkmalbehörde, Verwaltung und Wirtschaft der Wiederaufbau des Neidhammelhauses gefeiert werden. Von den acht Eigentumswohnungen, die entstanden waren, wurden die ersten zu Weihnachten 1996 bezogen. Die Baukosten für das Haus betrugen 1,5 Millionen DM. Hinzu kamen die Kosten für das Wiedererrichten der Schmuckfassade in Höhe von 165.000 DM. Wegen der angespannten Haushaltslage der Landes und der Städte und Gemeinden konnten nur geringe öffentliche Fördermittel für die Restaurierung bereitgestellt werden.1997 erhielt die Eigentümergemeinschaft einen Preis der Niedersächsischen Sparkassen-stiftung für vorbildliche Denkmalsanierung.Heute zählt das Neidhammelhaus zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und wird bei keiner Stadtführung ausgelassen.
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Tourist-Information Hornburg